Ureinwohner können nun selbst über die Legalisierung abstimmen.

Seit Jahrzehnten sind Indianer- Reservate sichere Häfen für die Glücksspielindustrie. Auch in den US-Staaten mit einer Anti-Casino-Gesetzgebungen. Das Justizministerium sagte am Donnerstag, dass es die Bundesgesetze, die den Anbau oder Verkauf von Marihuana regeln, auf den Territorien der Ureinwohner Amerikas künftig nicht mehr verfolgen werde, selbst wenn das staatliche Gesetz die Droge verbietet.

Timothy Purdon, der US-Anwalt aus North Dakota und der Vorsitzende eines Stammesrates, erklärte dem Reporter, dass Bundesanwälte die Bundesgesetze, betreffend Cannabis, innerhalb den betreffenden Reservaten der Ur-Einwohner nicht durchsetzen würden. Er sagte auch, dass die Bundesregierung weiterhin alle von den Stammesräten verabschiedeten Marihuana-Gesetze unterstützen werde, selbst wenn der jeweillige US-Staat selbst den Cannabiskonsum nicht als Freizeitaktivität/ Genussmittel zulässt. Oder Vica versa.


Mit anderen Worten: Die Regierung wird die Stammesregierungen entscheiden lassen, wie es mit einer allfälligen Legalisierung innerhalb der Territorien weitergehen soll. Dies war keine politische Entscheidung. Oregons US-Anwältin Amanda Marshall sagte der Presse, die Richtlinien seien eine Antwort auf eine Anfrage von Stammesregierungen, die wissen wollten, ob das Justizministerium Verbote der Stammesgesetze in Staaten,

in denen Freizeitkonsum legal ist, unterstützen würde. Dies sind derzeit Oregon, Washington, Colorado und Alaska.

Cannabis für Ureinwohner bald legal? Es liegt nun in Ihrer eigenen Hand.


Die Vereinigten Staaten haben 326 staatlich anerkannte Reservate, die meisten in den US-Staaten, die Freizeit-Marihuana-Konsum verbieten. Ob die Reservate zu Freizonen für Cannabis werden könnten, hängt nun von den Entscheidungen der jeweilligen Stammesregierungen ab, von denen viele innerhalb ihrer Grenzen bisher gegen Drogen- und Alkoholabhängigkeit gekämpft haben. Beispielsweise der Hoopa Valley Tribe in Kalifornien hat mit Hilfe der Staatspolizei lange gekämpft, um sein Stammes-Land von den beliebten, jedoch illegalen Topfpflanzen zu befreien. Die Yakama Nation von Washington, deren Stammesland ca. eine halbe Million Hektaren umfasst, hat aktiv gegen die Legalisierung gekämpft und versucht, Marihuana in allen 10 Landkreisen seiner Reservate zu verbieten - etwa ein Fünftel des gesamten Staates Washington. Wie in Kalifornien hat die Stammes-Polizei jahrelang die Züchter aus ihren Reservaten vertrieben. Marshall sagte auch, nur drei solcher Stämme - einer in Kalifornien, einer in Washington und einer im Mittleren Westen - hätten gesagt, sie seien überhaupt an einer Legalisierung interessiert.


Als der Mohegan Tribal Council aus Connecticut von der Times nach irgendwelchen Legalisierungsplänen gefragt wurde, liess dieser ausrichten, er sehe "zahlreiche Möglichkeiten, sich in neue aufstrebende Märkte zu diversifizieren".

Die Stämme müssten selbstverständlich den gleichen Richtlinien folgen, die für Staaten festgelegt wurden, die sich bereits für eine Legalisierung entschieden haben, so das Justizministerium. Die Bundesbehörden fügten jedoch an, dass Sie einspringen werden, wenn Cannabis an Minderjährige abgegeben wird, der Gewinn kriminellen Drogenkartellen zugute kommt oder andere Bundesgesetze gebrochen werden.

Darunter fallen auch der Transport von Cannabis in andere Staaten.


Während Staaten wie Colorado mit steigenden Steuereinnahmen aus der Hanf- und Cannabis- Industrie wirtschaftlichen Gewinn machen möchten, werden die Reservate wohl versuchen, die Steuersätze der Staaten zu unterbieten. Sie würden somit zu Steueroasen für die US Cannabis-Industrie werden.

Quelle: TWP

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